{"id":1589,"date":"2021-02-18T11:32:58","date_gmt":"2021-02-18T10:32:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kallanian.com\/?p=1589"},"modified":"2021-02-19T10:27:08","modified_gmt":"2021-02-19T09:27:08","slug":"wie-ich-mich-den-herausforderungen-der-veraenderung-gestellt-habe-um-mich-immer-wieder-neu-zu-er-finden-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kallanian.com\/en\/2021\/02\/18\/wie-ich-mich-den-herausforderungen-der-veraenderung-gestellt-habe-um-mich-immer-wieder-neu-zu-er-finden-teil-1\/","title":{"rendered":"Wie ich mich den Herausforderungen der Ver\u00e4nderung gestellt habe, um mich immer wieder neu zu er-finden (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-black-color has-text-color\">Was es hei\u00dft, sich zu ver\u00e4ndern und wieder neu zu er-<em>finden<\/em> ist mir als Tochter eines Fl\u00fcchtlingskinds vielleicht in die Wiege gelegt. Und diese Geschichten sitzen tief.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">In meinem bisherigen Leben habe ich schon viermal komplett neu angefangen, und ich verstehe, was es bedeutet, sich den Herausforderungen des Nicht-Wissens und der Unsicherheit zu stellen, die ein Neuanfang mit sich bringt. Ich habe gelernt meiner<em>&nbsp;inneren<\/em>&nbsp;F\u00fchrung zu folgen und dem Leben mit Vertrauen, Dankbarkeit und einer positiven, inneren Haltung zu begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span class=\"has-inline-color has-black-color\">1.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Mit 25 habe ich zum ersten Mal neu angefangen. Und zwar komplett.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ich hatte alle meine Habseligkeiten in eine Kiste gepackt und bin im 7.Monat schwanger in die USA geflogen, und mein <em>Sweetheart<\/em>, einen Amerikaner, zu heiraten, den ich w\u00e4hrend meines Erasmus-Aufenthalts in Frankreich kennengelernt hatte. Innerhalb von 3 Monaten \u00e4nderte sich mein Leben schlagartig: Ich wanderte aus, heiratete, bekam mein erstes Kind und kaufte gemeinsam mit meinem Mann ein Haus in einer amerikanischen Vorstadt. In k\u00fcrzester Zeit fand ich mich als Hausfrau und Mutter wieder, nachdem ich mich 2 Jahre lang mit Gender Studies, Women\u2019s History und feministischen Themen besch\u00e4ftigt hatte. Die Anpassung an die neuen Lebensumst\u00e4nde, Rollen als Mutter und Ehefrau und vor allem die Akzeptanz dieser neuen Realit\u00e4t war ein Prozess, der Jahre dauerte. Was mir geholfen hat war, die Schwierigkeiten der Ver\u00e4nderung zu akzeptieren, offen und neugierig zu bleiben, die anf\u00e4ngliche Unsicherheit <em>auszuhalten<\/em>, und mich tapfer in mein neues Leben zu st\u00fcrzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>2.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Hausfrau und Mutter zweier Kinder zu sein f\u00fcllte zwar meinen Tag, reichte mir aber nicht, um er-f\u00fcllt zu sein. Ich sehnte mich nach einer Karriere, oder zumindest nach einem Job, bei dem ich mich einbringen und etwas Geld verdienen konnte. Es zerm\u00fcrbte mich regelrecht, ein Leben wie meine Mutter zu f\u00fchren. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich war sehr gern Mutter und abgesehen von den&nbsp; Momenten (oder Phasen), in denen mich meine zwei S\u00f6hne nervten, erfreute ich mich riesig sie heranwachsen zu sehen. Aber wir waren schlie\u00dflich im 21.Jahrhundert angekommen und ich war davon \u00fcberzeugt &#8211; und bin es auch noch heute &#8211; dass sich Eltern gemeinsame Pflichten und Verantwortungen so ziemlich \u201cgerecht\u201d teilen sollten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der Schritt in die Arbeitswelt dr\u00e4ngte. Ich war 30 und hatte noch nie wirklich gearbeitet, von den diversen Studentenjobs abgesehen. 5 Jahre lang hatte ich mich um die Kinder und den Haushalt gek\u00fcmmert, mich an das neue Land und die Gepflogenheiten angepasst, neue Freundschaften geschlossen und Support-Systeme aufgebaut. Verzweiflung und Panik begannen sich leise aber hartn\u00e4ckig in mir zu melden. Ich war davon \u00fcberzeugt, dass ich unf\u00e4hig f\u00fcr die Arbeitswelt war, es nicht schaffen w\u00fcrde, Familie und Job zu vereinen und mit meinem brotlosen Geschichte und Medienkunde Studium in den USA <em>not employable<\/em> zu sein Es war ein schreckliches Gef\u00fchl von <em>Unzul\u00e4nglichkeit.<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Doch die hartn\u00e4ckige, innere Stimme nach mehr verstummte nicht. Ich wusste, was ich wirklich, wirklich wollte und es daher doch irgendwie angehen sollte, meinem Wunsch nach einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachzugehen. Doch das Ziel schien so weit entfernt. Ich haderte mit mir selbst, litt an dem Gef\u00fchl der Unzul\u00e4nglichkeit und f\u00fchlte mich klein und machtlos. Den Glaubenssatz \u201cI<em>ch bin nicht f\u00e4hig zu arbeiten\u201d<\/em> zu \u00fcberwinden war ein Meilenstein f\u00fcr mich. Es war ein langer Kampf, doch meine Willenskraft siegte. Mir wurde klar, dass ich da anfangen musst, wo ich gerade stand, n\u00e4mlich ganz am Anfang. Und so fand ich einen gangbaren Weg: Ich w\u00fcrde eine Ausbildung machen, um langsam in der Welt au\u00dferhalb der eigenen vier W\u00e4nde Fu\u00df zu fassen. Gesagt, getan. Ich bewarb mich um ein Zertifikatsstudium f\u00fcr Museum Studies und wurde aufgenommen. Nach 2 Jahren an einer amerikanischen Privat Uni, war es Zeit f\u00fcr das verpflichtende Praktikum. Ich entschied mich f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Museum in New England, bzw. das zweitgr\u00f6\u00dfte in den USA. Das Museum of Fine Arts in Boston. Was f\u00fcr ein Gl\u00fccksgriff! Und wie der Zufall es wollte, ergab sich gegen Ende meines Praktikums eine Anstellung als Projektkoordinatorin auf Teilzeitbasis. Was folgte, waren 5 einmalige und unvergessliche Jahre in den magischen Gallerien der Weltkunst. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Was ich gelernt habe: Du bist nicht, wer du denkst und beginne immer, wo du gerade stehst mit dem, was du hast!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>(Teil 2 folgt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><em>\u00dcber mich:<\/em> Ich bin Inner Leadership Coach und unterst\u00fctze Menschen in Ver\u00e4nderung, in ihrer Weiterentwicklung hin zu mehr Sinn, Kreativit\u00e4t, ihrer \u201eBerufung\u201c und der Freiheit, das Leben zu f\u00fchren, das ihnen entspricht. Das Sch\u00f6ne und Spannende daran ist es ja, den Weg&nbsp;<em>zu gehen<\/em>&nbsp;und herauszufinden, was begeistert und erf\u00fcllt.&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was es hei\u00dft, sich zu ver\u00e4ndern und wieder neu zu er-finden ist mir als Tochter eines Fl\u00fcchtlingskinds vielleicht in die Wiege gelegt. 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